Interne Operationsfreigabe
Wien internistische Operationsfreigaben
Sie hatten
einen Herzinfarkt?
Früher war es
jedem Infarktpatienten klar, dass er mit einem Herzinfarkt im
Spital lag - das ist heute anders. Die Ärzte sagen Ihnen
vielleicht , Sie hätten gerade ein ACS
überstanden, oder einen STEMI,
einen NSTEMI
oder einfach: Sie hätten dringend wegen einer instabilen AP einen Stent gebraucht,
deshalb habe man Ihnen einen DES
oder einen BMS
gegeben, ja und übrigens - übermorgen dürfen
Sie schon wieder heim!
Kennen Sie sich aus? War
das jetzt ein Infarkt?
Was geht hier
vor?
Früher sprach
man von einem Herzinfarkt,
wenn der Patient längere Zeit (über 20 Minuten)
heftige Brustschmerzen hatte, oft mit Todesangst verbunden (damals
durchaus berechtigt, denn die Todesrate war hoch), wobei man im EKG
typische Zeichen einer Durchblutungsstörung des Herzens sah,
und die Laborwerte anzeigten, dass Herzmuskelzellen abgestorben waren.
Der Grund: ein Verschluss zumindest eines der 3
Herzkranzgefäße, die unser Herzens mit
Blut und damit mit Sauerstoff versorgen - nach wenigen Stunden
Sauerstoffmangel sterben die betroffenen Herzmuskelzellen ab
("Infarkt"), und im Laufe der nächsten Wochen kommt es hier
zur Narbenbildung - ein Teil des Herzens ist nur mehr narbiges
Bindegewebe und pumpt nicht mehr, dadurch nimmt die Herzkraft ab. Wenn
etwa ein Drittel des ursprünglichen Muskelgewebes weggefallen
ist, reicht die Pumpkraft des Herzens nicht mehr aus, und es entwickelt
sich eine so schwere Herzschwäche, dass das
Überlebendes Patienten gefährdet ist.
Das Leben des Patienten kann
aber schon ab der ersten Minute des Infarkts plötzlich enden -
wenn nämlich im schlecht durchbluteten Herzmuskel
Rhythmusstörungen entstehen, die bis zum "Kammerflimmern"
gehen können, das ist ein total chaotisches Geschehen im
ganzen Herzen, wodurch es überhaupt keine geordneten
Pumpaktionen mehr durchführen kann, es bleibt praktisch stehen
und nach 3 Minuten Herzstillstand stirbt unser Hirn wegen
Sauerstoffmangel, wenn nichts dagegen unternommen wird.
Vor nicht allzu langer Zeit
konnten die Ärzte nur gegen diese Gefahr des
plötzlichen Herztodes effektiv ankämpfen, dies
geschah durch die Einrichtung von Herzüberwachungsstationen.
Hier wird der Patient laufend durch EKG-Monitore überwacht,
und wenn Kammerflimmern auftritt, verabreicht das Personal sofort einen
Elektroschock,
der den normalen Rhythmus wieder herstellt. Diese
Herzüberwachungsstationen brachten eine gewaltige Verbesserung
im Überleben der Patienten - ansonsten sahen die
Ärzte aber weiterhin nur dem natürlichen Verlauf des
Infarktes zu, bekämpften erfolgreich Schmerzen und
Kammerflimmern, konnten aber nichts gegen das Absterben der nicht mehr
durchbluteten Herzmuskelzellen tun und gegen die Ausbildung von Narben
im Herzen (es gab zwar schon längere Zeit die Option einer
Lysetherapie, das ist ein Auflösen des die Kranzarterie
verstopfenden Pfropfens durch intravenös verabreichte
Medikamente, dies war aber oft wenig effektiv und wenig verbreitet).
All dies hat
sich in den letzten 15 Jahren völlig geändert:
Patienten mit Verschluss von
Herzkranzgefäßen werden heute
schnellstmöglich in ein Spital mit 24-Stunden-Dienst eines Herzkatheterlabors
gebracht, dort sofort von ihrem Verschluss befreit, und das Absterben
großer Mengen von Herzmuskelzellen wird dadurch verhindert, es
bildet sich daher auch keine
(große) Infarktnarbe, und der Patient kann nach
wenigen Tagen wieder heim. Die Wiedereröffnung
des Verschlusses erfolgt meist durch das
Einführen eines dünnen flexiblen Schlauches
("Herzkatheter") durch eine Arterie (entweder von der Leiste oder vom
Arm aus) bis zum Herzen, wo man unter Röntgensicht die 3
Herzkranzgefäße erreicht, man kann jetzt beurteilen
wo ein Verschluss besteht, und ihn dann mittels des Katheters
durchstoßen. Dann verwendet man einen hauchdünnen
länglichen Ballon, den man durch den Herzkatheter
einführt und an der verengten Stelle mit Überdruck
aufbläst. Dadurch wird das Herzkranzgefäß
wieder normal weit; um zu verhindern dass es sich danach wieder
verengt, legt man dann meist auch ein zartes Röhrchen aus
Metallgeflecht (einen Stent)
in dieses Gefäß, wodurch es dauerhaft offen gehalten
wird. Damit sich dieses Röhrchen nicht verstopft, muss der
Patient allerdings lebenslang Tabletten schlucken - im ersten Jahr
sogar eine Kombination aus 2 Medikamenten, danach weiterhin
täglich eine Minidosis Aspirin.
ACS, STEMI,
NSTEMI - neue Namen für "Infarkt" (oder manchmal
auch fast ein Infarkt: UA):
Durch die neuen
Möglichkeiten, den Verschluss eines
Herzkranzgefäßes
("Koronargefäßes") zu behandeln, muss man genauer
wissen, in welchem Stadium sich unser Patient befindet, die Bezeichnung
"Infarkt" wurde daher durch genauere Ausdrücke ersetzt - und
da die neue Sprache der Medizin Englisch ist, sind dies englische
Begriffe; und da die englischsprachige Welt Abkürzungen liebt,
sind es eben Abkürzungen:
ACS: acute coronary
syndrome - ein akutes Geschehen bei dem ein
Koronargefäß sich massiv verengt oder
verschließt, mit den 3 Möglichkeiten
- STEMI: ST elevation
myocardial infarction - ein Infarkt, der schon im EKG deutlich durch
die "katzenbuckelartige" Anhebung eines Teiles des EKGs gut erkennbar
ist
- NSTEMI: non ST
elevation myocardial infarction - ein Infarkt, der im EKG keine solche
Hebung zeigt, aber der Patient hat typische Beschwerden und die
Laborwerte zeigen einen Infarkt an
- UA: unstable angina
- instabile Angina pectoris, heftige Beschwerden auch in Ruhe, aber
ohne Anstieg der Laborwerte die ein Absterben von Herzmuskelzellen
anzeigen ("Troponin") - also noch kein Infarkt
und dagegen hilft dann
das Aufdehnen des verengten oder (meist) verschlossenen
Herzkranzgefäßes - das muss beim STEMI innerhalb
weniger Stunden nach Symptomenbeginn geschehen, die anderen zwei Formen
läßt man im Normalfall etwa einen Tag
"abkühlen"; danach sichert man das Resultat der Aufdehnung
durch einen:
- BMS: bare
metal stent - ein rein aus Metall bestehender Stent
- DES: drug
eluting stent - der Stent ist mit einem Medikament
imprägniert, das langsam an die Umgebung abgegeben wird, um
einen Verschluß des Stents (kam früher bei BMS
öfters vor) zu verhindern.
Wie erleben
Sie einen "modernen" Herzinfarkt ?
Ihr Vater (Ihre Mutter,
Ihre Tante...) lag "damals" mit einem Infarkt mehrere Wochen im Spital,
und hatten viel Gelegenheit, sich über das weitere Vorgehen zu
informieren; meist wurden die Patienten dann gleich vom Spital in ein
Rehabzentrum geschickt, und dort blieben sie nochmals ein paar Wochen
und wurden stufenweise wieder in ihr normales Leben
zurückgeführt; Psychologen kümmerten sich um
sie, es gab Kurse mit Ernährungsberaterinnen,
Physiotherapeuten, und lange Gespräche mit ihrem betreuenden
Kurarzt.
Da ist vorbei!
Im Spital sind Sie nur wenige
Tage, und im modernen Spitalsbetrieb ist nicht viel Zeit zum "Plaudern"
- meist bekommen Sie die notwendigen Informationen in kompakter Form
präsentiert, eine Liste mit Medikamenten, die Ihnen der
Hausarzt (oft unter anderem Namen - Stichwort "Generika")
weiterverschreiben soll, und eine Ermahnung, die Medikamente zum
Offenhalten des Stents ja nicht zu pausieren. Vielleicht (aber viel
seltener als früher) werden Sie zu einem Rehabaufenthalt
angemeldet - und das war es dann auch schon.
Viele Infarktpatienten verlassen
das Spital ohne dass Ihnen gegenüber das Wort "Infarkt" je
gefallen ist, und auch im Arztbrief steht oft nur: "Frau xy hatte ein
ACS, und zwar einen STEMI, und wurde mit einem oder mehreren DES
erfolgreich behandelt".
Nun,
wenigstens wissen Sie jetzt nach der Lektüre meiner obigen
Erklärungen, was das zu bedeuten hat!
Und wie geht
es mit Ihnen weiter? Glücklich wieder zu Hause - was nun?
Wenn Sie nach einem Herzinfarkt
heimkommen, müssen Sie sich also selbst darum kümmern,
dass Ihnen so etwas in Zukunft nicht nochmals passiert! Das
müssen Sie natürlich nicht ganz alleine tun - Ihr Hausarzt wird mit
Ihnen sprechen und Ihnen die vom Spital vorgeschriebenen Medikamente
verordnen, und ich würde Ihnen sehr empfehlen, dass Sie sich
auch um einen baldigen Platz in einem Rehabzentrum
bemühen, denn dort können Sie viel über
Ihren Körper und Ihre Krankheit lernen und sich entsprechend
umorientieren - denn ohne eine solche Umorientierung
besteht die reale Gefahr, dass dieser Infarkt nicht der letzte sein
wird.
Das beginnt mit dem Rauchen - sollten
Sie bis zum Infarkt (Sie wissen schon, bis zum ACS / STEMI /NSTEMI...)
geraucht haben, haben Sie wohl im Spital schlagartig damit
aufgehört, und dies ist auch der wichtigste Punkt in
Ihrer Neuorientierung - das müssen Sie unbedingt durchziehen!
Das Rauchen ist der gefährlichste Risikofaktor für
einen weiteren Infarkt, und die Beendigung des Rauchens ist daher der
wichtigste Schritt um diesen weiteren Infarkt zu verhindern.
Ihre Tabletten sind
ebenfalls von größter Wichtigkeit, und hier
dürfen Sie zumindest im ersten Jahr keinen einzigen Tag
"schlampig" sein: wenn Sie nämlich einen Stent erhalten haben,
verhindern Ihre Tabletten, dass sich dieser Stent (Sie wissen ja, ein
zartes Röhrchen aus Metallgeflecht, das Ihr frisch
aufgedehntes Koronargefäß offen hält)
plötzlich verschließt - und so ein Verschluss
würde zu einem (meist großen) Herzinfarkt
führen. Diese Tabletten sind im ersten Jahr nach einem ACS
eine Kombination aus zwei Hemmern der Thrombozyten, die für
die Gerinnselbildung verantwortlich sind - das stärkere
Medikament (Clopidogrel,
auch als Plavix
bekannt, oder Efient
oder Brilique)
wird meist nach einem Jahr abgesetzt, das zweite (Aspirin in niedriger
Dosis) nehmen Sie dann lebenslang. Sollten Sie eine Operation in diesem
ersten Jahr benötigen, darf diese Kombination nicht einfach pausiert
werden (auch wenn Ihr Chirurg, Zahnarzt etc. es Ihnen so sagen sollte),
sondern Sie müssen mit
einem Internisten besprechen, wie Sie vorgehen sollen - im
ersten Jahr wird er Ihnen raten, alle nicht unbedingt notwendigen
Eingriffe zu verschieben; bei dringenden Eingriffen im ersten Jahr nach
einem ACS wird es kompliziert, besonders wenn Sie Träger eines
DES (Sie wissen schon, das zarte Metallröhrchen mit
Medikamentenbeschichtung) sind - siehe meine
Internetseite zu diesem Thema!
Die Blutfette (genauer
gesagt: das Cholesterin) müssen nach einem ACS unbedingt sehr
tief gesenkt werden - das geht nur in einer Kombination von Diät und
starken Cholesterinsenkern, den Statinen
in hoher Dosis
- ehrlich gesagt ist die Tablette der wichtigere Teil, aber
natürlich sollten Sie auch Ihren Fettkonsum
einschränken und eher Obst, Gemüse und überhaupt weniger essen
- denn meist sind Herzpatienten auch übergewichtig, und da
hilft nur Kalorienreduktion (und Bewegung, dazu kommen wir noch!).
Eigentlich geht es bei der Cholesterinsenkung um das "böse"
Cholesterin, das LDL
(low density lipoprotein), und dieses muss nach einem ACS lebenslang unter 70mg
gesenkt werden. Aus vielen Studien zur
Sekundärprävention (das ist die Verhinderung eines
zweiten Ereignisses) ist bekannt, dass man durch diese radikale Senkung
des LDL (egal wie "schön" das Cholesterin vor der Behandlung
war) Herzinfarkte verhindern kann. Die dazu verwendeten Medikamente
sind die Statine Sortis und Crestor (nur wenige Patienten kommen mit
dem Generikum Simvastatin, das man auch nicht höher als 40mg
täglich dosieren soll, auf so niedrige Werte. Auf jeden Fall
sollen Sie einige Wochen nach der Spitalsentlassung das LDL kontrollieren
lassen, und die Dosis des Medikamentes muss gesteigert werden, wenn Sie
nicht im Zielbereich sind! Lassen Sie sich nicht von den Messwerten
für das "gute" Cholesterin (HDL, high density lipoprotein)
verwirren, auch nicht vom Quotienten von gutem und schlechten
Cholesterin, den viele Labors unverlangt ausrechnen - für Sie
als Infarktpatienten geht es einfach darum, LDL unter 70 zu
drücken!
Weitere Medikamente, die
Sie nach einem ACS erhalten, sind Betablocker
(zum Beispiel Concor/Bisoprolol, Nomexor/Nebivolol, Metoprolol...) und ACE-Hemmer
(Lisinopril, Enalapril..). Auch das ist vielleicht etwas verwirrend,
denn die meisten Patienten, die diese Medikamente erhalten, bekommen
sie zur Blutdrucksenkung - und Sie haben vielleicht gar keinen hohen
Blutdruck! Trotzdem sollen Sie diese Medikamente erhalten, denn aus
Studien ist bekannt, dass sie das neuerliche Auftreten eines Infarktes
reduzieren können (gilt für die Betablocker) oder das
Auftreten einer Herzschwäche hintanhalten (die ACE-Hemmer).
Hier muss Ihr Arzt die Dosis so anpassen, dass Sie nicht unter der
Blutdrucksenkung zu stark leiden, aber anderseits die Dosis nicht so
winzig wird, dass die erhoffte nützliche Wirkung verloren geht.
Manche andere
Medikamente können noch hinzukommen - etwa weil man im Rahmen
des ACS festgestellt hat, dass Sie auch Diabetiker sind -
wenn sich dies auch nach der Akutphase bestätigt,
müssen Sie auch zuckersenkende Medikamente erhalten, da der
Diabetes Ihre Gefäße schädigt. Sollten Sie
nach dem Infarkt und trotz der erwähnten ACE-Hemmer- und
Betablockergabe noch einen erhöhten Blutdruck haben,
muss auch dieser mit weiteren Medikamenten (sowie mit salzreduzierter
Kost und körperlichem Training, wenn möglich auch mit
Stressreduktion) bekämpft werden. Vielleicht besteht bei Ihnen
auch nach der ACS noch eine stabile AP ( Angina pectoris -
Beklemmungen am Herzen unter Belastung, aber im Gegensatz zur UA, der
instabilen Angina, nicht so heftig und insbesondere mit Besserung bei
körperlicher Ruhe) - auch dies muss dann medikamentös
behandelt werden, wenn man sich nicht entschließt, dies durch
eine neuerliche Stentimplantation zu beheben.
Es ist sehr
wahrscheinlich, dass Sie sich in den Jahren vor dem Infarkt nicht mehr
ausreichend körperlich
betätigt haben - auch hier müssen Sie
sich jetzt umorientieren! Natürlich können Sie nicht
gleich in maximaler Trainingsintensität loslegen - in den
Wochen bis zum Rehabaufenthalt (den ich Ihnen ja sehr ans Herz lege)
genügen anfangs ganz gemütliche, später wenn
es beschwerdefrei geht auch etwas flottere Spaziergänge.
Im Rehabzentrum wird man Sie mittels einer Belastungsuntersuchung (Fahrradergometrie )
auf Ihre Belastungsfähigkeit testen, und Sie dann stufenweise
in immer anspruchsvollere Trainingsgruppen einteilen, und auch
darüber belehren, dass Sie dieses körperliche Training auch zu Hause auf Dauer
fortführen sollen. Es gibt auch ambulante Rehabeinrichtungen
der Kassen, die Ihnen das gleiche Service in Ihrer häuslichen
Umgebung bieten. Sollten Sie aber weder stationär noch
ambulant nachbetreut werden (wollen), gehen Sie bitte zu Ihrem Internisten
(beispielsweise zu mir) und lassen Sie sich erstens beraten und
zweitens "ergometrieren", also am Fahrradergometer in der Ordination
testen. Der Internist kann Ihnen dann exakt sagen, was Sie sich derzeit
zutrauen können/sollen und den weiteren Trainingsverlauf
überwachen.
Auch die Frage der sexuellen Betätigung
taucht hier meist auf - sie ist in den meisten Fällen leicht
zu beantworten, nämlich mit ."no problem" (zumindest wenn Sie
es ohne Beschwerden schaffen, zwei Stockwerke zu steigen - das entspricht
so etwa der gleichen körperlichen Belastung). Es gibt
lediglich Patienten, die vom ACS so geschockt sind, dass sie sich
selbst auch in sexueller Beziehung nichts mehr zutrauen, oder zumindest
vorübergehend in eine depressiveStimmungslage
verfallen - hier muss der Internist genauer auf das
Problem eingehen, eventuell auch Medikamente wie Viagra oder die
ähnlich wirkenden Cialis und Levitra/Vivanza oder
Antidepressiva verordnen (allerdings muss man bei Viagra und
ähnlichen Tabletten darauf achten, sie nicht mit bestimmten
gefäßerweiternden Mitteln wie beispielsweise
Nitroglycerinpräparaten und anderen zu kombinieren, da
könnte es zu lebensbedrohlichen Blutdruckabstürzen
kommen - unbedingt mit dem Internisten darüber reden!). Erst im
Jänner 2012 hat die Vereinigung amerikanischer Kardiologen zum
Thema "Sex bei Herzerkrankungen" erstmals Leitlinien herausgegeben, was
ab wann erlaubt ist (sehr viel, und schon bald nach einem gut
vorbeigegangenem ACS) und was man beachten sollte - Sie können
dies (auf Englisch) hier nachlesen.
Aus der gleichen Quelle stammt auch eine Sammlung von Leitlinien der AHA für das Vorgehen nach ACS, die Sie hier
finden. Auch die neuen Richtlinien der European Society of
Cardiology (ESC) betreffend die verlangte radikale Senkung des
LDL-Cholesterins können Sie nachlesen, und zwar hier.
Da ich selbst Internist (Zusatzfach Kardiologie)
mit allen Kassen in Wien bin, möchte ich Sie herzlich einladen,
sich von mir nach einem Infarkt (bzw. nach einem ACS, oder wenn Sie aus
anderem Grund, etwa wegen stabiler AP, einen Stent tragen), betreuen zu
lassen. Vielleicht gefällt es Ihnen, dass Sie in meiner
Einzelordination immer den gleichen Arzt antreffen, auch über
Jahre hinweg, vielleicht gefällt Ihnen auch, dass Sie mit mir
(wenn auch innerhalb der Grenzen des Krankenkassensystems, also nicht
jedes Mal endlos lange) "normal" und ohne Zeitdruck reden
können - Sie können es ja versuchen.
Natürlich gibt es in Wien eine Anzahl weiterer an Kardiologie
schwerpunktmäßig interessierter KollegInnen und auch
praktischer Ärztinnen - jedenfalls sollten Sie nach einem ACS nicht einfach
weiterleben wie bisher, sondern die erwähnte Umorientierung
wirklich konsequent angehen, und das werden Sie allein, ohne
ärztliche Begleitung, schwer schaffen. Nutzen Sie also alle
Angebote, sei es Rehabzentrum, Hausarztbetreuung, und eben auch
Begleitung durch einen Internisten/Kardiologen!
Ich habe in meiner Ordination speziell für Patienten wie Sie
eine Koronarsprechstunde
eingeführt, zu der Sie sich nicht nur telefonisch (Montag bis
Donnerstag von 14 bis 17h unter 01/523
94 63) sondern auch über eine eigene Internetseite mit Online-Terminreservierung
anmelden können - aber verwenden Sie die Online-Anmeldung
bitte nur, wenn Sie schon einen Infarkt (ACS) und/oder einen Stent
hatten (alle anderen Patienten werden ersucht, sich über das
Telefon anzumelden)!
scheibelhofer@internist.at
Erklärung: über
diese Homepage (Anbieterkennzeichnung, einige warnende Worte,
etc.)